Flora

Die Zusammensetzung des Terrains und die geomorphologische Struktur des Bodens im Nationalpark „Una“ sowie Variationen in der Meereshöhe und die Diversität der Flora sind Bedingungen für eine reiche Mikrowelt die zusammen mit anderem Lebensformen zu Bereicherung der biologischen Vielfalt im Nationalpark Una beitragen. Diese Region bildet den Lebensraum für viele seltene und endemische Arten von Pflanzen: Gelber Enzian (Gentiana lutea), Tüpfel Enzian (Gentiana punctata), Edelweiß (Leontopodium alpinum Cass), Bergkiefer (Pinus mugo). Endemisch ist die heimische Glockenblume (Campanilla unensis) die ihren Namen dem Fluss Una verdankt. Endemisch ist ebenso die Bosnische Schwertlilie (Iris reichenbachii Huffel var. Bosniaca) die in trockenen Wiesen gedeiht, ebenso auf Weiden und auf Karbonat und Serpentingestein in seichter Erde. Die Bosnische Schwerlilie ist eine endemische Pflanze der zentralen und Südöstlichen Dinariden. Die Ökologischen Bedingungen haben die Entfaltung und Gediehen einer großen Anzahl von Pflanzengesellschaften begünstigt, über 1.900 Pflanzenarten. Diese machen 52,19% aller präsenten Pflanzen in Bosnien und Herzegowina aus. In diesem Raum wurden 177 offizielle und 105 potenzielle Pflanzenarten erfasst die als heilende, essbare, vitaminreiche oder aromatische Pflanzenarten gelten.

Den Raum des Nationalparks bilden Kalksteinfelsen mit üppiger Vegetation die sich an solchen Lebensraum angepasst hat. Zu diesen zählen Primelgewächse (Felsspaltgewächse). Unterhalb größerer Felsen werden durch den Einfluss der Hydrosphäre und Atmosphäre Felsbrocken abgebrochen die den Hang runterrollen und so Geröllhalden bilden.   
 
Unkraut und Ruderale Vegetation ist in allen Orten der Region vertreten. Gut entwickelt sind Gemeinschaften der Gattungen: Bidentetea, Artemisetea und Chenopodietea was der Ländlichen Lebensweise, extensiver Landwirtschaft und der Viehzucht zugeschrieben wird. Die verschiedensten Lebensräume haben eine große Artenvielfalt. Im Gebiet des Nationalparks ist es nur schwer die Artenzahl zu bestimmen, aber zum Vergleich hat Österreich rund 2000 Arten, das relativ kleine Gebiet des Nationalparks hat den Schätzungen nach mehr als 1000 Arten. Zudem beherbergt der Nationalpark viele endemische Arten und Relikt-Regionale Gemeinschaften, wichtig nicht nur für die Region, sondern für die ganze Artenvielfalt Europas. Deswegen ist es zu erwarten das ein Großteil dieser Region in das Natura 2000 Projekt eingebunden wird.