Über den japoden

Allgemeines über die Japoden

 

Theorie

Die Japoden besiedelten ein großes Gebiet das dem oberen Flusslauf der Una bildet und damit das Gebiet des heutigen Nationalparks, sowie das heutige Lika und Gorski Kotar in Kroatien bis zu Bella Krajina in Slowenien. Die Japodische Kultur entwickelte sich während der letzten tausend Jahre v.Chr.

 

Wirtschaft

Die Wirtschaft bestand aus Viehzucht und Landarbeit. Die Japoden züchteten am meisten Ziegen, Schafe, Schweine, Kühe und Geflügel. Den PflanzlichenÜberresten zufolge ernährten sie sich aus Weizen, Roggen, Hafer. Auch verschiedene Leguminosen wie Erbsen und natürlich Früchte gehörten zu Grundnahrungsmitteln. Dazu kommt noch Fisch und Wild als Fleischlieferant.

 

Siedlungen und Unterkünfte

Die meisten Siedlungen der Japoden sin hoch gelegen, umgeben von Bergen und Hügeln als natürlicher Schutz. Charakteristisch sind starke mauern aus Lehm und Stein die an das Terrain angepasst gebaut worden sind. Eine weitere Besonderheit sind Wasserhäuser die über den Fluss Una gebaut wurden, so genannte Pfahlhäuser, die auf starken Baumpfeilern errichtet wurden die in das Flussbett gerammt wurden.

 

Kulte und Religion

Spuren des ReligiösenLebens und der Kulte zeigen folgende Merkmale: Todeskulte und Götzendurchgewisse materielle Objekte. Verschiedene Rituale die Objekte der Würdigung beinhalten. Der Todeskult beinhaltet zwei gleichzeitige Rituale:Verbrennung und Beerdigung, was zu dem Schluss führt dass es eine autochthone Kultur gab die von außenbeeinflusst wurde.

 

Sozialsystem

Seit der Entstehungszeit zeigt die Japodische Gesellschaft eine komplexe Sozialstruktur. Die Errichtung von Schutzwällen, die Organisation von Bauten und die Kommunikationswege verlangen ein hohes Maß an Planung für die Bewohner, sowie der Verwaltung und Verteidigung der Anlagen und der Gemeinschaft.

 

Die Kultur der Japoden

Die Entwicklung der Japodischen Kultur ist ein figuratives Formen wie in der Angewandten so in der Monumentalen Form. KünstlerischeMalereien und Verzier Gegenständekönnen den Materialien nach gegliedert werden (Gebrannter Ton, Bronze, Silber, Glas und Stein). Die Motive sind oft Tiere und Menschen. Objekte aus Ton und stein sind charakteristischfür den Una Tal.

Diese Stücke sind so gut wie die einzigen Zeugen der Japodenkultur

Quelle: Branka Raunig, Kunst und Religion der Prähistorischen Japoden, 2004

 

Wassersiedlungen

 

Wassersiedlungen sind eine Besonderheit des Eisenzeitalters, und einige befanden sich am Randgebiet des heutigen Nationalparks. Das besondere sind Häuser die über dem Wasser gebaut wurden, auf Stammpfählen die ins Wasser getrieben wurden. Die Bauweise ist in Norden Europas sehr verbreitet, in Süden kommen sie nicht vor, was diesen Fund in Bosnien und Herzegowina zu einer Besonderheit macht. Die Gebäude wurden im stapelverfahren gebaut wo die Balkenineinander eingerastet wurden und mit spezifischenStrohdächern.

Ton spielt eine wichtige Rolle im Bau dieser Häuser. Nach dem fertigem Holzbau wurden Fugen und offene Stellen mit Ton gefülltund das Haus zu isolieren. Auch Böden wurden mit Lehm überzogen, dort wo der Ofen angebracht war. De Häuser waren in der Regel 7,5 X 5,5m gros. Die Wasserhäuserbesaßen mehrere Zimmer die mit Holzwändengetrennt waren. Die Raumverteilung lastschließen das es Wohnräume und Schlafräume gab.

Im manchen Wasserhäusern fand man Räumlichkeiten die für die Viehhaltunggenutzt wurden. Wenn wir die Wasserhäuser in Ripac, Bosnien genau betrachten, so stellen wir fest das es hochentwickelte Bauwerke waren deren Hauptzweck der Schutz von feindlichen Völkern und Stämmen war. Alle Siedlungen waren miteinander verbunden, was die Verteidigung erheblich verbesserte. Andere Annehmlichkeit dieser Bauweise ist die Nähe zum Wasser. Menschen konnten direkt aus dem Haus fischen, dieses belegen zahlreiche Angelhaken die in den Überresten der Häuser gefunden wurden.

Heutekönnen wir sagen, das die Wasserhäuser in Ripac eine einzigartige Kulturerrungenschaft darstellen die in diesen Teil Europas einzigartig ist. Die Fundstättegehört damit zum einzigartigen ArchäologischenFunden Europas. Diese archäologische Funde zählen haute zu den wichtigsten Bosnien und Herzegowinas.

Geschrieben von: Dino Dupanovic