Orašac (Orešac) – Spätmit

Oberhalb des Dorfes Orašac steht die Ruine des gleichnamigen spätmittelalterlichen Städtchens. Der Turm, 10m hoch ist bis heute erhalten geblieben, und gehörte zum Bezirk Hum. Spätere Baueingriffe sind deutlich sichtbar, und diese haben die ursprüngliche Form der Burg geändert.  Der Großteil der Städte und Moscheen wurden zur Zeit der Osmanischen Herrschaft zwischen 1703 und 1730 erbaut.  Die Besatzung zählte 60 Soldaten (Nefer) und den Kommandanten (Dizdar – Burgherr). Die Stadt heute ist im Verfall begreifen, nur der Turm ist noch bedingt erhalten. Im Jahre 1782 regierte der Burgherr (Dizdar) Ahmedaga, nach Ihm Huseinaga Grozdanić und danach sein Sohn Dervišaga als der letzte Burgherr (Dizdar).

Den Aufzeichnungen aus dem Jahr 1833 zufolge waren auf der Stadt 3 Kanonen installiert. Die einheimischen Bewohner auch Krajišnici (Grenzbewohner) genannt behaupten das dies die Heimat von Budalina Tale ist, die markanteste Person unserer Nationalepik. Auf der Hochebene der Stadt wo Menschen den Grund auf der Suche nach vergessenen Schätzen durgewühlt haben wurden behauene Kalksteine und Mörtelreste gefunden. Obwohl man kein Fundament erkennen kann ist es anzunehmen das es eine Kirche gab. Südlich und nördlich von der Kirche befinden sich Kieslagen die wahrscheinlich die Mauern der ehemaligen Kirche „Oraška Crkva„ waren. Letzten Endes ist es noch zu erwähnen das den Erzählungen von Muhamed beg Kulenović nach das Dorf Orašac früher Bjelaj geheißen hat.

Nordwestlich im Wald, Krš genannt, liegt am Rande eines steinigen Plateaus die Festung „Prkos“, eine weitführende Festung im Stein, in der man das ganze Orašac-Tal überblicken konnte. Der größte langverlauf misst 580m, der größte breitverlauf misst 284m. An manchen Stellen gibt es 5 konzentrierte runde Bollwerke deren enden im Südosten der Lokalität enden, am Rande steiler Bergabhänge. Die Bollwerke sind aus Stein, der Nordwestliche ist 4m hoch, der Südöstliche 6m. Dieser Komplex war die größte Festung im Nationalpark und darüber hinaus. Innerhalb des Bollwerkes wurden oft Scherben von handgemachtem Keramikgeschirr und ein Webstuhlgewicht gefunden. Im Westlichen Ende der Festung wurden keine derartigen Objekte gefunden.